Samstag, 6. februar 2010
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Im schleswig-holsteinischen Rendsburg ist ab sofort der öffentliche
Ruf zum muslimischen Gebet erlaubt. Die Stadtverwaltung genehmigte jetzt den Antrag des Islamzentrums, an den beiden Minaretten der Moschee jeweils Lautsprecher anbringen zu dürfen. Gegen die
Anbringung der Lautsprecher hatte sich eine Bürgerinitiative formiert, die zunächst ein Gutachten über die tatsächliche Lärmbelastung gefordert hatte. Der Bürgermeister von Rendsburg, Andreas
Breitner, erklärte, dass er zu Gunsten eines friedlichen nachbarschaftlichen Miteinanders auf einen maßvollen Einsatz des Gebetsrufes seitens der muslimischen Gemeinde hoffe.
Rund um den Prachtbau mit Kuppel und zwei 26 Meter hohen Minaretten an der Stadtgrenze zu Büdelsdorf sammelt eine Bürgerinitiative seit Wochen Unterschriften gegen den geplanten Ruf des
Muezzins. Doch genau dieser soll an diesem Freitag nach etwa zehnjähriger Bauzeit erstmals über den Dächern Rendsburgs und Büdelsdorfs erschallen: Ein Hamburger Imam vom Bündnis der
Islamischen Gemeinden Norddeutschlands wird am Nachmittag die Muslime per Lautsprecher zum Gebet rufen.
Das ist vorerst eine Ausnahme. Denn noch liegt der Antrag für den dreimal täglich geplanten Gebetsruf bei der Stadtverwaltung Rendsburg. Bis Mitte November haben die Muslime jetzt Zeit, ein
Schallschutzgutachten zu erbringen, sagt der Rendsburger Bauamtsleiter Frank Thomsen. Würden die Richtlinien eingehalten, gebe es eine Genehmigung, hat Bürgermeister Andreas Breitner trotz der etwa
800 Protest-Unterschriften in der vergangenen Woche zugesichert. Die Listen wollen die Gegner an diesem Donnerstag in der Ratsversammlung übergeben.
Einige Kommentare dazu:
von Aktionsbündnis Ostfriesland
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