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Montag, 9. november 2009 1 09 /11 /2009 12:14

PROZESS 56-Jähriger hortet 20 000 kinderpornografische Bilder

JEVER - Weil er mehr als 20 000 Fotos und Videos mit Kinderpornografie aus dem Internet heruntergeladen hatte, hat das Amtsgericht Jever am Dienstag einen 56 Jahre alten Taxifahrer aus Schortens zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann muss außerdem in psychotherapeutische Behandlung. Der Fall hatte im Frühjahr hohe Wellen geschlagen, weil der Taxifahrer auch zum Transport von Schulkindern eingesetzt war.

Wie Recherchen dieser Zeitung ergeben hatten, war er bereits 2003 wegen Anzüglichkeiten gegenüber Kindern im Schultaxi aufgefallen. Obwohl er seitdem keine Kinder mehr fahren durfte, hatte er auch danach noch sporadisch Kinder zur Schule transportiert. Das Taxi-Unternehmen, für das der Fahrer arbeitete, war dadurch erheblich unter Druck geraten.

Eine Polizei-Befragung aller Kinder, die möglicherweise mit dem 56-Jährigen gefahren waren, hatte ergeben, dass es offenbar zwar nie zu Übergriffen im Taxi gekommen war, dass der Mann aber Kinder per Handy gefilmt und fotografiert hatte, ohne dass sie es merkten.

Das Gericht attestierte dem inzwischen arbeitslosen Taxifahrer eindeutig pädophile Neigungen, die angesichts der Fülle der „ekligen, widerlichen und abstoßenden“ Fotos und Filme dringend behandlungsbedürftig seien.

Die leitenden Richterin begründete ihr Urteil mit der Aussage: "Die Strafe fäält so mild aus, da ja kein Kind körperlich misshandelt oder vergewaltigt wurde!".

Traurig aber wahr! Wieder einmal versagt das deutsche Rechtssystem im Kampf gegen Kinderschänder und Pädophile. Warum kann dieses System nicht die Schwächsten unter uns schützen?


Anfang des Jahres sorgte ein anderer Fall von sexuellen Kindesmissbrauch in Emden für Schlagzeilen.

Das rechtzeitige Geständnis ersparte dem Angeklagten eine höhere Freiheitsstrafe und allen Prozessbeteiligten ein längeres Verfahren. Eine Sozialtherapie könnte die Haftstrafe verkürzen.

Aurich - Zwischen 2001 und 2002 soll ein 45-jähriger Norder seine damals sieben- bis achtjährige Tochter sexuell missbraucht haben. Deswegenverurteilte ihn das Landgericht Aurich nun zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren.
Das gleiche Vergehen an zwei anderen Töchtern hatte ihn 2006 hinter Gitter gebracht - er sitzt zurzeit bereits eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten ab, zu der ihn das Schöffengericht Norden verurteilt hatte. Der Angeklagte und darauf auch die übrigen Prozessbeteiligten nahmen das Urteil an, das damit rechtskräftig ist.
Inzwischen gibt der Angeklagte sich reumütig und bußfertig
Aus zwei gescheiterten Ehen hat der Mann je drei Kinder. Da er selbst nie ein gesundes soziales Umfeld kennen gelernt hatte, so ein Gutachten, fehlte ihm auch zunächst das „normale Empfinden” für Sexualität. Inzwischen, so sahen es Gutachter Deddens wie auch Verteidiger Axel Holtfort aus Bremen, habe er das Unrechte seiner Taten erkannt und sei bereit, dafür zu büßen.
Staatsanwältin Antje Finkensieper, Nebenklägervertreterin Anneliese Schelten aus Norden wie auch das Gericht würdigten, dass der Angeklagte mit dem Geständnis der heute 14-jährigen Tochter eine erneute peinliche Aussage vor Gericht ersparte. Erschwerend hingegen sahen Staatsanwältin und Gericht den Vertrauensmissbrauch des Vaters gegenüber seinem Kind und den zugefügten psychischen Schaden.Sie empfahlen dem Angeklagten eine Sozialtherapie.


Was muss denn noch alles passieren? Was verspricht sich dieser Staat davon? Kinderschänder gehen mit Bewährungsstrafen nach Hause und wenn in Oldenburg eine Demonstration gegen Kindesmissbrauch angemeldet wird, dann wird diese verboten. Wie geschehen am 3. Januar 2009 wegen den Vorfällen im Ammerland.

Armes Deutschland...
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