Seit der
Französischen Revolution werden alle Strömungen und Parteien den Rechten und Linken zugeordnet. Es begann damit, dass die Jakobiner, die extremsten Revolutionäre ihrer Zeit, in dem damaligen
Parlament auf der linken Seite Platz nahmen. Es wurde so üblich, dass man die, welche eine Veränderung anstrebten, links einordnet und die, welche keine Veränderung wünschten, die Konservativen
und die, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen, die Reaktionären, rechts einordnet.
Jetzt wird es mancher merkwürdig finden, dass der Nationalsozialismus in der Französischen Revolution politische Bedeutung bekam und ursprünglich „links“ war. Kaum zu glauben ist, dass Lenin und Genosse Thälmann gegen „Linke“ in ihrer Partei zu Felde zogen. Heute werden die kommunistischen Parteien im ehemaligen Ostblock als konservativ oder gar reaktionär eingestuft.
Es sieht aus, als ob die alten Fronten in Unordnung gekommen wären. Eine Schülerzeitung stellte eine Untersuchung an, um herauszufinden, warum sich die Rechten und die Linken prügeln. Sie machten das sehr sachgemäß und ohne Vorurteile. Sie sammelten Material und sprachen mit den Vertretern der beiden Strömungen, um ein klares Bild zu bekommen. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Rechten und die Linken (die Jugendlichen) eigentlich das Gleiche wollen, nur eben mögen die Rechten die Ausländer nicht.
Das alleine wäre schon eine tiefe Kluft, aber es gibt auch Linke, die keine Ausländer mögen. Dass die Rechten keine Ausländer mögen, ist eine dumme Verallgemeinerung. Es gibt durchaus nationale Familien, die deutsch und skandinavisch sind, auch gibt es französisch-deutsche Familien, die ebenfalls mit sich selbst keine Probleme haben. Man denke auch an die zahlreichen Treffen der rechten Jugendlichen, da treffen sich „extreme Rechte“ aus der ganzen Welt; von Ausländerhass keine Rede. Menschen, die kriminell veranlagt sind oder ihr Land kahlgefressen haben und sich an das Eingemachte eines anderen Volkes machen, werden natürlich gehasst und verachtet, und mit Recht. Das hat überhaupt nichts mit Links – Rechts zu tun.
Es mutet oft merkwürdig an, wenn in den Parlamenten die äußersten Linken gemeinsam mit den äußersten Rechten gegen die anderen stimmen. So haben im Wiener Parlament, die Grünen und die Blauen (FPÖ – Haider) gemeinsam in manchen Sachen das Pfötchen gehoben, was natürlich gewisse grüne Tanten veranlasst hat, ihren Unmut darüber zu äußern.
Gerade der Umweltschutz, von dem die Grünen leben, ist ein rechtes, ein nationales Anliegen, nur heißt es da auch Heimatschutz. Heute sind es die Rechten, die gegen die vielen aufstehen, während ein Pazifist und linker Grüner in der BRD einen „Kriegsminister“ stellte.
Ein ehemaliger Linker, Maschke, sagte in einer Ansprache, dass er gar nicht die Seiten gewechselt hätte, nur was er damals mit Recht für Vietnam forderte, das fordere er heute für das Deutsche Volk!
Scheinheilig bekämpfen alle die Arbeitslosigkeit. Wenn Rechte an der Macht wären, würde sie schon lange beseitigt sein. Arbeit ist mehr als genug vorhanden, und es ist nur eine Frage der Organisation. Nebenbei ist die Arbeitslosigkeit künstlich hochgehalten, um das Volk besser lenken zu können.
Die Linke gibt sich auch gerne „international“! Für sie bedeutet es, keine Nationalität zu haben. Das ist aber eine Verdrehung des Begriffes, denn die Grundlage des Internationalen sind die Nationalen. Man kann nur international sein, wenn man eine Nationalität hat. Eine Nationalität zu haben (nicht Staatsbürgerschaft), also einem bestimmten Volke zuzugehören, lehnen die Linken ab, sie nennen sich oft „international“ und bezeichnen damit ihre geistige Heimatlosigkeit.
Von der Zeit des Wandervogels vor dem ersten Weltkrieg, bis in die 50-er Jahre, waren es gerade rechte Jugendgruppen, die ihre Fahrten ins Ausland machten. Es waren rechte Jugendgruppen, die eine große Auswahl von Liedern aus anderen Ländern in ihrem Liederschatz hatten. In fremder Sprache und in deutscher Übersetzung.
Heute kann man gerade bei den „Skinheads“, die als der Gipfel des Ausländerhasses gelten, CDs in allen Sprachen Europas bekommen, also bei den „Rechtsaußen“!
Die Linken nennen sich auch gerne „progressiv“ (fortschrittlich), aber was ist an denen schon fortschrittlich, außer dem fortschreitenden Verfall? Jetzt sitzen sie an der Macht in der BRD, aber wo ist der Fortschritt? Die Atommüllzüge rollen, deutsche Soldaten ziehen in einen Krieg, der uns nichts angeht!
Die angeblich konservativen Parteien sehen es als ihre Aufgabe an, weiter zu wursteln, wie bisher, aber die jetzt „fortschrittliche“
Regierung macht gerade dasselbe und übertrifft noch die Wurstler, indem sie Geld und Soldaten in den Krieg schicken. Haben nicht die angeblichen Militaristen und Kriegstreiber, die nationalen
Rechten, in ganz Europa den Krieg gegen Serbien verurteilt? Dabei sind die Serben nicht gerade beliebt im nationalen Lager.
Im rechten Lager gibt es aber auch welche, die sich eine Wende nur so vorstellen können, wie man es vor 70 Jahren gehabt hat. Diese sind genauso reaktionär und phantasielos wie die Linken, die einen Sowjet–Staat herbeiwünschen. Der Unterschied ist allerdings der, dass der NS–Staat mit überlegener Waffengewalt vernichtet wurde, während der Kommunismus am eigenen Dreck zugrunde ging, ohne einen Schuss.
Die Linke spricht auch gerne von der Demokratie, was bekanntlich Volksherrschaft heißt. Gerade bei den Linken setzen sich die Bonzen über ihr Volk hinweg. Das hat die rot–grüne Regierung bewiesen, indem sie zum Kriege schritt, während sie immer von Pazifismus redete. Die Tobsuchtanfälle einiger Linker nahm man gelassen hin.
Es ist Zeit, dass man endlich dieses Spielchen aus vergangenen Zeiten, Rechts gegen Links, zu Ende bringt und die Fronten neu zieht. Es gibt Drahtzieher, die weder links noch rechts sind, sondern das betreiben, was ihre Macht und ihr Gold mehrt. Das ist das internationale (unnationale) Kapital, oder auch „Globalisten“ genannt.
Rechts soll nicht das Gegenteil von Links sein, sondern Rechts soll heißen, dass „Rechte“ tun und das falsche bekämpfen. Die Linken sollten in sich gehen und überdenken, was sie wirklich wollen, und ihre veralterten Vorurteile und Utopien beiseite schieben. Sie werden entdecken, dass ihre Ziele sich weitgehend mit denen der Rechten decken.